Kiosk für das Quartier Weimarer Moderne

Die Leipziger Architekten Romy Heiland und Christian Pfeifer haben mit ihrem Entwurf eines mobilen Kiosks mit Lamellenhaube den ersten Preis im bundesweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb gewonnen. Der Entwurf wird bis zum Bauhaus-Jubiläum 2019 auf dem Vorplatz des bauhaus museum weimar realisiert. Neben dem Gewinnerentwurf erhielten vier weitere der insgesamt 15 bewerteten Entwürfe Auszeichnungen.
Der Kiosk auf dem Vorplatz des bauhaus museum weimar ist als touristischer Angelpunkt für das »Quartier Weimarer Moderne« geplant, das die Klassik Stiftung gemeinsam mit der Stadt Weimar, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie weiteren Kulturträgern und Initiativen anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019 entwickelt. Er wird vornehmlich der Ausgabe von Informationsmaterial und der Beratung zum Quartier dienen. Im Rahmen des Realisierungswettbewerbs suchten die beteiligten Institutionen nach einer experimentellen mobilen Architektur. Sie soll sich im städtebaulichen Kontext und insbesondere im Spannungsfeld von historischem Bestand und Museumsneubau einerseits einfügen, andererseits aber die notwendige Signalwirkung besitzen, um das Interesse der Besucher zu wecken.



Das »Quartier Weimarer Moderne« mit dem bauhaus museum weimar als Knotenpunkt wird historische Stätten und Erinnerungsorte der Moderne in ganz Weimar miteinander verbinden. Hier, am Standort des neuen Museums, treffen drei Zeitschichten auf historisch einmalige Weise und in einer Art Brennpunkt aufeinander: die Grün-, Kultur- und Sportachse westlich des Neubaus als »Kultur-Projekt« der Weimarer Republik, das ab 1937 gebaute nationalsozialistische »Gauforum«, das zugleich das logistische Zentrum der europäischen Zwangsarbeit war, und die unübersehbare Antwort aus der DDR-Zeit auf dieses Gebiet, der »Lange Jakob«. Gemeinsam mit der Stadt Weimar, der weimar GmbH, dem Stadtmuseum, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der Bauhaus-Universität Weimar und dem Haus der Weimarer Republik entwickelt die Klassik Stiftung daher ein lebendiges Museumsquartier, das den Bogen vom ausgehenden 19. Jahrhundert über die ambivalente Historie der Moderne bis zur Gegenwart spannt.
Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).